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Pressemitteilungen

Friedensritt: Gedenken am Bunker Valentin

Um auf die Folgen von Kriegseinsätzen und Rüstungsexporten aufmerksam zu machen, sind derzeit Reiter und Radler in Bremen unterwegs. Nach einer Protestkundgebung am Samstag vor der Lürssen-Werft gedachte der Friedensritt am Sonntag Bunker Valentin der Opfer des Faschismus.

Bremen, 24.7.2017.  „Stoppt das Geschäft mit dem Tod! Nehmt den Kriegen die Waffen!“ ist das Motto ihres Friedensritts in diesem Jahr. „Jahrhundertelang eroberten Soldaten hoch zu Ross fremde Länder und unterdrückten andere Völker. Wir satteln unsere Pferde für  Frieden und Abrüstung, Umwelt und Menschenrechte“, heißt es im Aufruf der Friedensaktivisten, die aus ganz Deutschland stammen. Jedes Jahr geht der Ritt in eine andere Region, um vor Ort Friedensinitiativen zu unterstützen. „In diesem Jahr sind wir in Bremen, weil die Stadt eine Rüstungshochburg ist“, erklärt Ute Rademacher, Sprecherin des Friedensritts.

Gestartet sind die Friedensreiter, die ihre Zelte unter anderem auf Bio-Höfen in der Region aufschlagen, in Bremen Nord. Ihr erster Ritt führte am Samstag, 22. Juli., zur Hauptverwaltung der Lürssen-Werft, um dort gegen den Verkauf von Kriegsschiffen unter anderem an Saudi-Arabien zu protestieren. Von ihrem Quartier in Bockkorn ging es am Sonntag, 23. Juli, zum Bunker Valentin in Farge. Mit Transparenten, pace-Fahnen und Friedenstauben kamen sieben Pferde mit ihren Reitern sowie 15 Radfahrer zum Bunker. An dem Mahnmal begrüßte sie Gerd Meyer von der Internationalen Friedenschule Bremen.

„Wir sind nicht nur unterwegs gegen aktuelle Kriegsvorbereitungen, gegen Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte, wir fühlen uns auch der eigenen Geschichte verpflichtet. Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! ist für uns eine ganz zentrale Aussage“, sagte Ute Rademacher. Von daher sei es den Friedensreitern ein Anliegen gewesen, zum Bunker Farge zu reiten, zu diesem grauenvollen Ort des faschistischen Rüstens und hier der vielen Opfer zu gedenken, die bei der Arbeit und durch die Arbeit ihre Gesundheit und tausendfach ihr Leben verloren haben. Für die Opfer legten Kinder, die den Ritt begleiten, Blumen und einen Kranz  nieder. Im Anschluss daran bot Gerd Meyer noch eine Führung um den Bunker an.

Am Mittwoch werden die Friedensreiter Bremen erreichen. Sie werden dort neben dem Lidice-Haus kampieren und am Donnerstag, 27. Juli, auf den Bremer Marktplatz reiten und dort mit Straßentheater, Märchen, Musik und weiteren Aktionen zusammen mit dem Bremer Friedensforum auf ihr Anliegen: Stoppt das Geschäft mit dem Tod! Nehmt den Kriegen die Waffen! aufmerksam machen.

Weitere Stationen des Friedensritts

  • Mi., 26.7., 15:30 Uhr, Begrüßung am Friedenstunnel (Remberti-Tunnel), Parkallee
  • Do., 27.7., 17:00 Uhr, Innenstadt, Besuch der Mahnwache des Bremer Friedensforums am Marktplatz, Straßenaktion, Musik, Märchen, Rede
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Gedenken am Bunker Valentin in Bremen-Farge
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Fiedensritt erreicht Bremen

Um auf die Folgen von Kriegseinsätzen und Rüstungsexporten aufmerksam zu machen, reiten und radeln Friedensaktivisten aus ganz Deutschland derzeit in Bremen. „Stoppt das Geschäft mit dem Tod! Nehmt den Kriegen die Waffen!“ ist das Motto ihres Friedensritts in diesem Jahr. Am Sonnabend trafen sie Mitglieder örtlicher Friedensinitiativen zu einer ersten Aktion im Vegesacker Hafen und vor dem Verwaltungsgebäude der Lürssen-Werft.

Bremen, 22.7.2017. „The DNA of ship-building…“: Der Werbeslogan der Lürssen-Werft und ein Kriegsschiff sind zu sehen, nachdem Kinder des Friedensritts große bebilderte Holztafeln zu einem Puzzle zusammengelegt haben. Dann drehen sie die Puzzleteile um – und nun erkennt man „the cancer of destruction“: zerstörte Gebäude, Menschen in einer Trümmerlandschaft. Zwei Friedensreiterinnen musizieren dazu den Soundtrack von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Einer der Reiter verwandelt ein Kriegsschiff in ein Schiff, das Flüchtlinge aufnimmt. Schautafeln verdeutlichen die Folgen von Rüstung und Kriegseinsätzen. Sieben Pferde stehen gelassen neben der Kundgebung, während der auch Mitglieder der Initiative „Nordbremer Bürger gegen den Krieg“, der „Bremischen Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung“ und vom Bremer Friedensforum sprachen.

Dass die Bundesregierung trotz des Kriegs im Jemen und der Katarkrise weitere millionenschwere Rüstungsdeals mit Saudi-Arabien und Ägypten genehmigt hat, sei ein Skandal, darüber waren sich alle Redner einig. „Bremer Betriebe leisten mit Satelliten, Drohnen, mit Elektronik für Marine und Heer, durch Kriegsschiff- und Flugzeugbau einen beachtlichen Beitrag zur weltweiten Einsatzfähigkeit der Bundeswehr und zur Verbreitung von Kriegswaffen auf dem Globus“, erklärt Barbara Heller, Sprecherin des Bremer Friedensforums.

Im Jemen acht Millionen Menschen vom Hungertod bedroht

Die Lürssen-Werft habe von Saudi Arabien bereits einen Großauftrag im Umfang von 1,5 Milliarden Euro erhalten, der mehr als 100 Schiffe, schnelle Einsatzboote und Patrouillenboote, umfasse. Der erste Teil der Boote, die in der zu Lürssen gehörenden Peene-Werft in Wolgast gebaut würden, sei schon ausgeliefert. „Saudi-Arabien ist Hauptakteur des blutigen Krieges im Jemen“, so Ute Radermacher, Sprecherin des Friedensritts. „Nach brutalen Bombardierungen von Städten, Straßen, Infrastruktur und der weitgehenden Zerstörung von großen Teilen des Landes hat Saudi-Arabien nun eine Seeblockade gegen Jemen verhängt – mithilfe deutscher Kriegsschiffe“, lautet die Kritik der Friedensaktivisten. Folge des Krieges sei eine Hungerkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes: „Acht Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht, eine Choleraepidemie ist ausgebrochen und hat bereits Zehntausende erfasst“.

„Wir appellieren an die Bundesregierung, an politischen Lösungen mitzuwirken und wirtschaftliche Hilfe für den Wiederaufbau zerstörter Länder zu leisten, damit Menschen nicht mehr fliehen müssen“, so Radermacher.

Weitere Stationen des Friedensritts

  • So., 23.7., 14:00 Uhr, Bremen-Farge, Rekumer Siel, Gedenken am Bunker Valentin
  • Mi., 26.7. , 15:30 Uhr, Bremen-Schwachhause, Begrüßung am Friedenstunnel (Remberti-Tunnel), Parkallee
  • Do., 27.7., 17:00 Uhr, Innenstadt, esuch der Mahnwache des Bremer Friedensforums am Marktplatz, Straßenaktion, Musik, Märchen, Rede
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Friedensritt 2017: Auf der Weserpromenade in Bremen
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„Genehmigung milliardenschwerer Rüstungsdeals ist skrupellos“

  • Friedensritt und Bremer Friedensinitiativen demonstrieren im Hafen Bremen-Vegesack
  • Protest vor der Hauptverwaltung der Lürssen-Werft
  • Seeblockade mit Hilfe deutscher Kriegsschiffe verursacht Hungerkatastrophe im Jemen

Bremen, 20.7.2017.Trotz Krieg im Jemen und Katarkrise: Die Bundesregierung hat kürzlich erneut Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien genehmigt – darunter sind auch vier weitere Patrouillenboote der Bremer Lürssen-Werft. Bremer Friedensinitiativen kritisieren diese Entscheidung als „skrupellos“. Unterstützung erhalten sie bei ihrem Protest durch die Initiative Reiterinnen und Reiter für den Frieden, deren diesjähriger Friedensritt nach Bremen führt. Für Samstag, 22.7., haben die Aktivisten ab 14 Uhr eine Demonstration rund um den Hafen in Bremen-Vegesack angemeldet, ab 15 Uhr eine Kundgebung vor der Hauptverwaltung der Lürssen-Werft. Während des zehntägigen Friedensritts sind weitere Aktionen geplant

„Stoppt das Geschäft mit dem Tod! Nehmt den Kriegen die Waffen!“ ist das Motto des Friedensritts in diesem Jahr. Die Reiter, die von Radlern begleitet werden, wollen mit dem Ritt vom 21. bis 30. Juli auf die Folgen von Kriegseinsätzen und Rüstungsexporten aufmerksam machen. „Kriegseinsätze führen nicht zum Frieden! Sie bereiten nur den Boden für Terror, Tod und Zerstörung“, heißt es im Aufruf der Friedensaktivisten. „Wir reiten und radeln in diesem Sommer nach Bremen, um die globalen Zusammenhänge von Kriegspolitik, Aufrüstung und Ausbeutung auf lokaler Ebene sichtbar zu machen, denn Bremen ist einer der größten Rüstungsstandorte bundesweit“, sagt Mitorganisatorin Ute Radermacher.

„Bremer Betriebe leisten mit Satelliten, Drohnen, mit Elektronik für Marine und Heer, durch Kriegsschiff- und Flugzeugbau einen beachtlichen Beitrag zur weltweiten Einsatzfähigkeit der Bundeswehr und zur Verbreitung von Kriegswaffen auf dem Globus“, erklärt Barbara Heller, Sprecherin des Bremer Friedensforums. Dass die Bundesregierung in ihrer jüngsten Sitzung des Bundessicherheitsrats weitere millionenschwere Rüstungsdeals mit Saudi-Arabien und Ägypten genehmigt habe, sei ein Skandal.

Im Jemen acht Millionen Menschen vom Hungertod bedroht

Die Lürssen-Werft habe von Saudi Arabien bereits einen Großauftrag im Umfang von 1,5 Milliarden Euro erhalten, der mehr als 100 Schiffe, schnelle Einsatzboote und Patrouillenboote, umfasse. Der erste Teil der Boote, die in der zu Lürssen gehörenden Peene-Werft in Wolgast gebaut würden, sei schon ausgeliefert. „Saudi-Arabien ist Hauptakteur des blutigen Krieges im Jemen“, so Heller und Radermacher. „Nach brutalen Bombardierungen von Städten, Straßen, Infrastruktur und der weitgehenden Zerstörung von großen Teilen des Landes hat Saudi-Arabien nun eine Seeblockade gegen Jemen verhängt – mithilfe deutscher Kriegsschiffe“, lautet ihre Kritik. Folge des Krieges sei eine Hungerkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes: „Acht Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht, eine Choleraepidemie ist ausgebrochen und hat bereits Zehntausende erfasst“, so die Friedensaktivisten. „Wenn Waffenexporte in Länder wie das kriegführende Saudi-Arabien möglich sind, dann sind die deutschen Rüstungsexport-Richtlinien ein Witz. Da braucht es endlich klare Verbote“.

„Wir appellieren an die Bundesregierung, an politischen Lösungen mitzuwirken und wirtschaftliche Hilfe für den Wiederaufbau zerstörter Länder zu leisten, damit Menschen nicht mehr fliehen müssen“, so Radermacher. Ein wirklicher Friedensdienst könne nur geleistet werden, wenn die Bundeswehr alle Auslandseinsätze beende. „Unser Protest richtet sich nicht gegen die Beschäftigten in der Rüstungsindustrie“, betont Heller. „Wir fordern ein Ende der Rüstungsexporte,  ernsthafte Schritte in Richtung Konversion – und die Entwicklung und Produktion ziviler Produkte“, so die Sprecherin des Bremer Friedensforums.

Kontakt zu den Friedensreitern während des Ritts vom 21. bis 30.7.: Tel.  01577 – 7 70 98 89.

› Pressemitteilung 20.7.2017 ‹
› Flyer Friedensritt ‹

Zehntägiger Friedensritt macht in Bremen Station

Bremen, 10.7..2017. „Stoppt das Geschäft mit dem Tod! Nehmt den Kriegen die Waffen! “, so lautet das Motto des diesjährigen Friedensritts, der vom 21. bis 30. Juli nach Bremen führt. Die Reiter, die von Radlern begleitet werden, wollen mit dem zehntägigen Ritt auf die Folgen von Kriegseinsätzen und Rüstungsexporten aufmerksam machen. „Kriegseinsätze führen nicht zum Frieden! Sie bereiten nur den Boden für Terror, Tod und Zerstörun, heißt es im Aufruf der Friedensaktivisten, die mit ihrem Ritt auch Bremer Friedensinitiativen unterstützten. So sind gemeinsame Aktionen im Hafen in Bremen-Vegesack (22.7., 14 Uhr), am Bunker Valentin (23.7., 14 Uhr) und am Friedenstunnel in Schwachhausen (26.7., 15:30 Uhr) geplant. Zudem beteiligen sich die Friedensreiter an der Mahnwache des Bremer Friedensforums auf dem Marktplatz am Donnerstag, 27.7., ab 17 Uhr.

“Wir reiten und radeln in diesem Sommer nach Bremen, um die globalen Zusammenhänge von Kriegspolitik, Aufrüstung und Ausbeutung auf lokaler Ebene sichtbar zu machen“, sagt Mitorganisatorin Ute Radermacher. „Denn Bremen ist einer der größten Rüstungsstandorte bundesweit“. Bremer Betriebe leisteten mit Satelliten, Drohnen, mit Elektronik für Marine und Heer, durch Kriegsschiff- und Flugzeugbau einen beachtlichen Beitrag zur weltweiten Einsatzfähigkeit der Bundeswehr und zur Verbreitung von Kriegswaffen auf dem Globus. „Wir appellieren an die Bundesregierung, an politischen Lösungen mitzuwirken und wirtschaftliche Hilfe für den Wiederaufbau der zerstörten Länder zu leisten, damit Menschen nicht mehr fliehen müssen“, so Radermacher. Ein wirklicher Friedensdienst könne nur geleistet werden, wenn die Bundeswehr alle Auslandseinsätze beende.

„Deshalb fordert die Friedensbewegung von der Bundesregierung, die Rüstungsausgaben in die Wiederherstellung sozialer Sicherheit zu investieren und durch Schaffung ziviler Arbeitsplätze, Jugendlichen und Arbeitssuchenden zukunftsfähige Optionen zu bieten“, so die Sprecherin des Bremer Friedensforums,  Barbara Heller. Alle Rüstungsexporte müssten sofort gestoppt und die  deutsche Rüstungsproduktion auf gesellschaftlich nützliche Produkte umgestellt werden.

 

› Flyer Friedensritt 2017 ‹
› Presseeinladung 10.7.2017 ‹

Friedensritt rund um die Colbitz-Letzlinger Heide

Gardelegen, 27.6.2016. „Krieg. Macht. Flucht“ ist das Motto des diesjährigen Friedensritts, der vom 22. bis 31. Juli rund um die Colbitz-Letzlinger Heide führt. Die rund 15 Reiterinnen und Reiter, die von ebenso vielen Radlern begleitet werden, wollen mit dem zehntägigen Ritt auf die Folgen von Kriegseinsätzen und Rüstungsexporten aufmerksam machen. „Kriegseinsätze lösen keine Probleme und führen nicht zum Frieden: Sie bereiten nur den Boden für Terror, Tod und Leid“, heißt es im Aufruf der Friedensaktivisten, die mit ihrem Ritt auch die Bürgerinitiative Offene Heide unterstützten.

„Wir reiten rund um die Colbitz-Letzlinger Heide, um für eine zivile Nutzung des Geländes einzutreten“, erklärt Mitinitiator Jörg Lauenroth-Mago. „Wir schließen uns der Forderung der Bürgerinitiative Offene Heide an: Nach mehr als sieben Jahrzehnten militärischen Missbrauchs muss die Colbitz-Letzlinger Heide ein Lernort für die Versöhnung mit der Natur und für Frieden zwischen den Völkern werden“. Das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Altmark spiele als modernster Truppenübungsplatz Europas eine entscheidende Rolle für die Kriege der NATO-Staaten: „Hier wird Krieg geübt und vorbereitet“, so Lauenroth-Mago.

Friedensritt besucht Grenzdurch­gangslager Friedland

Friedland, 1.8.2015. „Grenzen zu für Waffen – Grenzen auf für Flüchtlinge“ ist das Motto des diesjährigen Friedensritts, der am 1. August auch in Friedland Station macht. Die rund 15 Reiterinnen und Reiter, die von ebenso vielen Radlern begleitet werden, wollen mit der zehntägigen Tour auf die Folgen des Waffenhandels und der deutschen Rüstungsexporte aufmerksam machen. „Rüstungsexporte produzieren noch mehr Flüchtlinge“, heißt es im Aufruf der Friedensaktivisten. Für die Kinder der Flüchtlinge im Grenzdurchgangslager Friedland bieten die Friedensreiter am Samstag, 1. August, von 14.00 bis etwa 16 Uhr Ponyreiten an.

Flüchtlinge willkommen heißen

„Wir möchten die Flüchtlinge mit dieser Aktion symbolisch willkommen heißen“, erklärt Friedensritt-Sprecherin Angela Kemper. „Mit Besorgnis haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Überfälle auf Flüchtlingsunterkünfte in diesem Jahr erheblich zugenommen haben“. Im ersten Halbjahr 2015 wurden nach Medienberichten bundesweit 176 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt, im Juli gab es fast täglich neue Angriffe. „Diese politisch motivierte Gewalt ereignet sich in ganz Deutschland“, sagt Kemper. „Doch es gibt hierzulande wie auch weltweit Projekte, die Hoffnung machen, Menschen, die sich mutig zusammentun und mit Fantasie und Ideenreichtum neue Wege gehen, um Flüchtlinge bei integrieren und Vorurteile abzubauen“. Auch auf Initiativen und Projekte wie ZuFlucht Wendland oder das Grandhotel Cosmopolis in Augsburg wollen die Friedensreiter aufmerksam machen.

„Wir setzen uns für eine demokratische und offene Gesellschaft ein, in der Flüchtlinge die Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben“, sagt Friedensritt-Sprecherin Ute Rademacher. „Flüchtlinge sollten von Anfang an angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen vorfinden und ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft werden.“

Hiroshima-Tag: Aktionen mit dem Kasseler Friedensforum

Der diesjährige Friedensritt, der von Friedland aus rund 100 Kilometer durch Südniedersachsen und Nordhessen bis nach Kassel führt, will den Zusammenhang von Waffenexporten und Flucht verdeutlichen. Die Friedensreiter schließen sich der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ an und meinen: „Mit den Waffen aus Deutschland werden bestehende Konflikte angefeuert und es wird noch mehr Gewalt provoziert.

Viele Menschen versuchen, davor zu fliehen. Ihnen, den Opfern dieser skandalösen Politik, fühlen wir uns verbunden“, heißt es in einem Flyer der Friedensreiter. „Wir fordern ein grundsätzliches Verbot des Exportes von Kriegswaffen und Rüstungsgütern. Die Geschäfte mit dem Tod müssen ein Ende finden“, sagt Ute Rademacher. In Kassel beteiligen sich die Friedensaktivisten am 6. August, dem Hiroshima-Gedenktag, an Aktionen des Kasseler Friedensforums. „70 Jahre nach dem ersten Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki mahnen wir gemeinsam mit dem Kasseler Friedensforum eine Politik der Abrüstung und Entspannung an“, so Angela Kemper.

Kritik an Fusion von Krauss-Maffei und Nexter: "Rüstungskontrollen könnten umgangen werden"

Kassel, 30.7.2015. Die geplante Fusion des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit dem französischen Rüstungskonzern Nexter stößt beim Kasseler Friedensforum und bei den Reiterinnen und Reitern für den Frieden auf heftige Kritik. „Es ist zu befürchten, dass durch den Zusammenschluss die deutschen Rüstungsexportkontrollen umgangen werden könnten und noch mehr Waffen in Länder exportiert werden, die die Menschenrechte verletzen“, so Frank Skischus vom Kasseler Friedensforum und Angela Kemper von den Reiterinnen und Reitern für den Frieden. Die beiden Organisationen veranstalten im Rahmen des Friedensritts 2015 am 7.8. eine Demonstration zu Krauss-Maffei Wegmann (Treffpunkt: Grünanlage Finkenherd, 11 Uhr).

Die beiden Rüstungsunternehmen haben die Verträge der Milliardenfusion am 29.7.  im französischen Verteidigungsministerium in Paris unterzeichnet. KMW stellt unter anderem den Kampfpanzer Leopard her, der staatliche Rüstungskonzern Nexter das Konkurrenzmodell Leclerc. KMW würde in die Partnerschaft mit Nexter rund 3.200 Mitarbeiter, einen milliardenschweren Auftragsbestand und viel Know-How mitbringen, darunter die Technologie für den Kampfpanzer Leopard 2. Experten erwarten, dass nach einer Fusion die Entwicklung eines Nachfolgemodells unter dem Arbeitstitel Leopard 3 beginnen könnte. KMW verspricht sich von einem  solchen deutsch-französischen Panzer „neue Technologie“ und „neue Märkte“. Der Zusammenschluss muss beim Bundeswirtschaftsministerium angezeigt werden. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) könnte das Vorhaben untersagen – entsprechende Appelle kommen von der Opposition und von Friedensaktivisten.

„Wir halten die Fusion für problematisch: Rüstungsexporte wären wegen der laxeren Exportrichtlinien in Frankreich leichter“, so Skischus. „Die Gefahr ist riesig, dass nun über den „Umweg Paris“ noch mehr deutsche Panzer in alle Welt geliefert werden.“  Denn die französischen Exportrichtlinien seien nicht annähernd so restriktiv wie die deutschen.

Friedensreiter: “Export von
Rüstungsgütern verbieten!”

„70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki mahnen wir gemeinsam mit dem Kasseler Friedensforum eine Politik der Abrüstung und Entspannung an und fordern ein grundsätzliches Verbot des Exportes von Kriegswaffen und Rüstungsgütern“, sagt Angela Kemper.  Die Friedensreiter schließen sich der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ an: „Mit den Waffen aus Deutschland werden bestehende Konflikte angefeuert und es wird noch mehr Gewalt provoziert. Viele Menschen versuchen, davor zu fliehen. Ihnen, den Opfern dieser skandalösen Politik, fühlen wir uns verbunden“, heißt es in einem Flyer der Friedensreiter.

Friedensritt trifft Kasseler Friedensforum

Kassel,  29.7.2015. „Grenzen  zu  für Waffen – Grenzen auf für Flüchtlinge“ ist das Motto des diesjährigen Friedensritts, der am 6. und 7. August in Kassel Station macht. Die rund 15 Reiter, die von ebenso vielen Radlern begleitet werden, wollen auf die Folgen des Waffenhandels und der deutschen Rüstungsexporte aufmerksam machen. „Rüstungsexporte produzieren noch mehr Flüchtlinge“, heißt es im Aufruf der Friedensaktivisten, deren etwa 100 Kilometer lange Tour vom 31.7 bis 9.8. von Friedland über Witzenhausen bis nach Kassel  führt.

 „Staaten, die Atomwaffen haben, planen deren Modernisierung“

Dort beteiligen sich die Friedensreiter an einer Veranstaltung des Kasseler Friedensforums zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren. Rund 100.000 Menschen starben damals sofort, mehr als 400.000 Menschen wurden bis heute Opfer der Langzeitfolgen der Strahlung.  „Das Gedenken an die Verbrechen der Atombombenabwürfe 1945 ist wichtig – noch wichtiger ist es, in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, dass alle Staaten, die Atomwaffen haben, derzeit die Modernisierung ihrer Arsenale planen“, so  Friedensritt-Sprecherin Angela Kemper. „Allein die USA wollen in den nächsten dreißig Jahren 1.000 Milliarden Dollar für atomare Rüstung und neue Atomwaffen ausgeben“.

„Atombomben in Büchel werden ausgetauscht, nicht abgeschafft“

„Weltweit gibt es heute 16.300 Atomsprengköpfe, die unseren Planeten vernichten könnten“, sagt Frank Skischus vom Kasseler Friedensforum.  Skischus verweist darauf, dass in Büchel in der Eifel – keine 300 Kilometer von Kassel entfernt –  etwa 20 Atombomben des Typs B61 lagern. Auch sie sollen modernisiert werden: „Die Bundesregierung hat sich im Mai 2012 in Chicago beim Nato-Gipfel damit einverstanden erklärt, dass die US-amerikanischen Atomwaffen im Land bleiben und mit Milliarden-Aufwand durch modernere Nuklearwaffen ersetzt werden. Und das, obwohl es einen parteiübergreifenden Beschluss des Bundestages vom 26. März 2010 über den endgültigen Abzug gibt“, kritisiert Skischus.

Friedensreiter: “Export
von Rüstungsgütern verbieten”

Die NATO plane, in Rumänien und Polen ein Raketenabwehrsystem zu stationieren – angeblich gegen die vermeintliche Bedrohung aus dem Iran. „Doch nach Ansicht vom Rüstungsexperten – auch aus dem Westen – wendet sich diese Maßnahme gegen Russland“, so Skischus, „damit wird die Welt nicht sicherer, sondern die Rüstungsspirale weiter angetrieben und die Kriegsgefahr erhöht“. – „70 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki mahnen wir gemeinsam mit dem Kasseler Friedensforum eine Politik der Abrüstung und Entspannung an und fordern ein grundsätzliches Verbot des Exportes von Kriegswaffen und Rüstungsgütern“, sagt Angela Kemper.  Die Friedensreiter schließen sich der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ an: „Mit den Waffen aus Deutschland werden bestehende Konflikte angefeuert und es wird noch mehr Gewalt provoziert. Viele Menschen versuchen, davor zu fliehen. Ihnen, den Opfern dieser skandalösen Politik, fühlen wir uns verbunden“, heißt es in einem Flyer der Friedensreiter.

Angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen für Flüchtlinge

„Mit Besorgnis haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Überfälle auf Flüchtlingsunterkünfte in diesem Jahr erheblich zugenommen haben“, sagt Angela Kemper.  Im ersten Halbjahr 2015 wurden nach Medienberichten bundesweit 176 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte verübt, im Juli  gab es fast täglich neue Angriffe „Wir setzen uns für eine demokratische und offene Gesellschaft ein, in der Flüchtlinge die Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben“,  so  Kemper. „Flüchtlinge sollten hier von Anfang an angemessene Lebens- und Arbeitsbedingungen vorfinden und ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft werden.“